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work in progress / in Arbeit

Interaktion von Materie mit Raum / Durchlässigkeit von Materie / Raumzeit (er)spüren?

Interaction of matter with different surroundings / matter porosity / are there ways of »feeling« spacetime?
 

– Gedanken –
Neuere Ansätze knüpfen an das Thema Vergänglichkeit/Transformation von Materie/Körper an und der sich daraus ergebenden Interaktion mit dem Raum/der Raumzeit. Diese Auseinandersetzung führt zu Implikationen u.a. in der Sicht auf die »Ver-Ortung« eines Körpers und seines Bewusstseins.  Physisch kann diese Verortung nie endgültig sein, da jede Materie zu jedem Zeitpunkt physikalisch in Bewegung ist. Der Tod eines Körpers ist also nicht sein Ende, sondern nur das Ende eines bestimmten »Aggregatzustands« in dem er sich befindet. Eine endgültige Verortung wäre demnach nicht wirklich im physisch-statischen Sinne (geografischer Ort) möglich, da sie nur ein temporärer Zustand dieses Körpers sein kann. Ein weiterer Denkanstoß wäre auch, wie sich durch Interaktion mit dem Raum Veränderungen in der Materie des Körper ergeben oder sich produzieren lassen und ob auf molekularer und zellulärer Ebene sich so etwas wie »Erinnerung« generieren lässt (Einspielen von Musikinstrumenten und der daraus resultierende individuelle Klang des Körpers z. B., chemisch-physikalische Auslöser von Empfindungen). Auch stellt sich die Frage, wie Raumzeit bewußt erlebt wird.
In der technischen Umsetzung der Arbeiten und Objekte werden hier neue Wege erprobt. Eine erste kleine Serie von Objekten bestehen aus Holzbänderstrukturen, überzogen mit Acryl. Durch ihre auflösende, rudimentäre und transparente Architektur schotten sich die einzelnen Figuren nicht vom Raum ab, sondern lassen ihn in sich hineinwirken. Inszenierungen in Landschafts- und Unterwasserwelten (Photo und/oder eventuell Film und Integrierung von Technik), führen zu einer bewussten visuellen »Übersetzung«, die eine Haptik des jeweiligen Raumes spürbar machen soll.